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Zuckersüßer Sieg

War es wirklich ein kleines Stückchen Traubenzucker? Müller reißt die Arme hoch, als Tobias Paul mit einem Hallenpreller den Siegpunkt im Derby gegen die TG Biberach erzielt. Die Fans springen auf und feiern den haushohen Sieg, der beinahe zur One-man-Show wurde.

Dabei sah es zu Beginn des Heimspieltages nicht so aus, als gäbe es noch Grund zum Feiern heute: In Partie Nummer eins gegen den TSV Westerstetten zeigen sich dieselben Probleme wie am vergangenen Desaster-Spieltag. Aufschlag- und Angriffsfehler dominieren den ersten Satz, auch wenn es an diesem Tag in der Bodenseehalle Zentimeterentscheidungen sind. Nach dem 7:11 übernimmt David Ressel den Aufschlag. Solange der funktioniert, haben die Gastgeber in Rot den TSV im Griff (11:5, 11:9). Als Ressels Schulter nachlässt, geht der letzte Satz mit 8:11 verloren – ein Unentschieden, immerhin.

Das zweite Spiel gegen Illertissen ist eine Kopie der vergangenen Spieltages: Müllers Aufschläge schwanken zwischen harmlos und Fehler, für ihn kommt Janos Aicher. Für dessen Aufschläge gilt dasselbe. Zusammen mit einem durchwachsenen Zuspiel bleibt keine Chance gegen die Bayern: Es hagelt eine Niederlage mit 5:11, 7:11 und 10:12.

Als letztes Spiel steht ausgerechnert das Derby gegen den Tabellenführer aus Biberach an. Ein Prestigeduell, in dem die Häfler Jungs drohen, schnell und sanglos unterzugehen. Tobias Paul kann nicht angreifen – Schulterprobleme. David Ressel kann nicht mehr den Angriff übernehmen – Schulterprobleme. Bleiben Müller und Aicher. „Da, nimm mal ein Stück Traubenzucker“, sagt Abwehrchef Fabian Schmidt zu Müller. Die Partie beginnt mit einem Ass durch Müller. Biberachs Angreifer Uwe Kratz kontert mit einem abgerissenen Kurzball. Zehn Aufschläge, zehn Asse bis zum stand von 5:5. Weil alle Asse von Kratz Kurzbälle sind, kommt für Aicher wieder Paul ins Spiel. Spätestens ab diesem Moment ist die Mannschaft wieder wie ausgewechselt, wie früher. Als die Kurzbälle durch Paul und Müller abgeholt werden, bleiben dem Gegner keine Mittel mehr. Müller punktet aus dem Spiel nach Belieben, auch Dank einem uhrwerkartigen Zuspiel durch Michael Pieper, der auch selbst halblange Angriffe abfängt. Müller spielt wie entfesselt –mehr als 90% der Angriffe sind direkte Punkte, er läuft Kurzbälle ab, gewinnt in praktisch allen aktiven und passiven Blocksituationen und macht in der gesamten Partie nur einen einzigen Aufschlagfehler. Mit 11:8, 11:6 und 11:4 fegen die Seehasen den demontierten Tabellenführer vom Feld.

„Ich weiß nicht, was da los war. So, wie ich vorher nicht wusste, warum nichts mehr funktioniert, kann ich jetzt nicht sagen, warum einfach alles geklappt hat. Muss an diesem Traubenzucker gelegen haben“, scherzt Müller nach der Partie mit den begeisterten Fans. In dieser Partie hatte das Abwehrbollwerk aus den tadellos aufspielenden Fabian Schmidt, Michael Pieper und David Ressel den Angriff, den es verdient. Am 6. Dezember beginnt die Rückrunde und die Männer vom VfB treten in Biberach zum Derby-Rückspiel an. (mm)

 

Tabelle:

Platz

Mannschaft

Spiele

Sätze

Punkte

1.

TSV Schwieberdingen

8

20:9

12:4

2.

TSV Illertissen (N)

7

16:8

10:4

3.

TG Biberach

7

16:9

10:4

4.

TSV Westerstetten

7

13:12

7:7

5.

VfB Friedrichshafen

7

11:12

7:7

6.

TV Stammheim 3 (N)

8

13:15

7:9

7.

TV Ochsenbach (A)

7

8:15

5:9

8.

TV Bissingen (A)

7

4:21

0:14

 

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