• image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
Previous Next

Die umgekehrte Aufholjagd

Was hätte die Mannschaft gejubelt und was wäre das für eine fulminante Aufholjagd gewesen, wenn man die ersten beiden mit den vergangenen beiden Spieltagen vertauscht hätte. Stattdessen sitzt nun der Stachel tief, nachdem man um jeden Preis zurück an die Tabellenspitze wollte.

Während zwei der drei Gastmannschaften am Sonntag in der BSZ-Halle in Friedrichshafen nichts zu verlieren hatten und befreit aufspielten, versuchten die Herren in Rot verbissen, an die Leistungen des ausgezeichneten Saisonstarts anzuknüpfen.

Trotz des Nachteils von „Heimvorteil“ in einer Halle, in der die Mannschaft nie sonst spielt und mit dessen Boden ihre Abwehr mehr kämpft als mit den Angriffen der Gegner.

Partie eins gegen Tabellenschlusslicht Dennach sollte ein Aufwärmspiel werden, und es begann auch genau so. Souverän und mühelos dominierten die Gastgeber die ersten beiden Sätze mit 11:5 und 11:7. Nach drei Servicefehlern von Müller in Satz drei kollabierte das Spiel der Seehasen komplett. Die Abwehraktionen gingen zu oft schief, die Angriffe, bei denen der Gegner machtlos zusehen muss, wurden weniger; der Satz ging mit 7:11 an die Gäste. In Satz vier machte sich die Unruhe eines drohenden Punktverlustes breit, wärend die Gäste ihre Chance witterten und mit maximalem Risiko spielten. Bei 10:8 Matchball gelang es dem VfB nicht, den Satz zu beenden. Der Satz ging nach spektakulären Ballwechseln mit 12:14 ans untere Tabellenende. Dennach war, euphorisch durch diesen Punktgewinn, im Anschluss auch durch Westerstetten nicht zu besiegen.

Zornig über die eigene Leistung stellten sich die Männer in Rot dem neuen Tabellenführer aus Gärtringen, den man im Hinspiel in drei Sätzen abgefertigt hatte. Die Taktik, härtere Aufschläge zu servieren, erwies sich als desaströs. Durch eine suizidale Fehlerquote ging der erste Satz mit 3:11 an die Gäste. Friedrichshafen stellte mehrmals Angriff und Abwehrreihe um. Satz zwei war von den Angreifern dominiert – fast immer, wenn eine Seite zum Angriff aufbauen konnte, wurde der zum Punkt verwandelt. Als zum Schrecken der Zuschauer der Satz durch eine offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsgerichts, die den VfB zwei Punkte kostete, auch noch mit 11:13 an den Gegner ging, ließ sich die Mannschaft noch immer nicht unterkriegen. In einem sehenswerten Schlagabtausch holte die Mannschaft Satz drei mit 11:9. Im vierten Satz waren die Gäste einfach besser und holten sich mit 6:11 aus Häfler Sicht den Sieg.

In der dritten Partie gegen Westerstetten rückte schließlich die vierte Angriffsoption, Michael Pieper, nach vorn, weil er zuvor mehrfach als Joker mit 100-Prozent-Quote gepunktet hatte. Er griff weiterhin gut an, bekam aber aus Abwehr und Zuspiel zu wenige Chancen dafür. Ohne auch nur eine Prise Dusel der Häfler ging der erste Satz mit 10:12 an Westerstetten. Pieper, der an diesem Tag als einziger eine insgesamt gute Leistung abrufen konnte, ging wieder zurück ins Mittelfeld, um Abwehr und Zuspiel zu stabilisieren. Müller und Ressel taten ihr Bestes, um den Gegner unter Druck zu setzen. Mit dem Aufschlag gelang das aber zu selten und zum Preis einer zu hohen Fehlerquote. Selbst nach einem 5:11 in Satz zwei wehrte sich die Mannschaft noch aufopferungsvoll im dritten Satz. Mit 9:11 ging aber auch dieser an die Gegner. „Einen vierten Satz hätten wir konditionell nicht mehr überstanden“, gab der Kapitän der Mannschaft aus Westerstetten hinterher zu.

Wären die beiden glücklosen Heimspieltage die Saisoneröffnung gewesen, was hätte man die anderen beiden Spieltage als Aufholjagd feiern können. So aber gab die Mannschaft alles, um ihren hohen Erwartungen gerecht zu weden – und ruinierte die Chancnen auf den Wiederaufstieg damit selbst. Abermals zementiert in der Mitte der Liga kann der VfB jetzt in der Gewissheit überwintern, dass die Mannschaft weder unmittelbar vom Aufstieg, noch vom Abstieg gefährdet ist. „Ich hoffe, wir müssen in dieser Halle nie wieder ein Punktspiel machen“, brummte Müller nach dem Spiel.

Es spielten: David Ressel, Mario Müller, Tobias Paul, Michael Pieper, Fabian Schmidt, Jens Krüger.

 

Tabelle:

 

Platz

Mannschaft

Spiele

Sätze

Punkte

1.

TSV Gärtringen (A)

10

22:12

14:6

2.

TV Trichtingen (N)

6

17:3

11:1

3.

TV Stammheim 3

8

18:11

11:5

4.

VfB Friedrichshafen

10

18:17

10:10

5.

TSV Westerstetten

10

14:19

8:12

6.

TSV Grafenau 2 (N)

8

10:17

6:10

7.

FC Saulgau (N)

6

10:12

5:7

8.

TSV Dennach (A)

10

9:27

3:17

 

Mai 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Die nächsten Termine

Auffahrtsturnier Frauenfeld
Mi Mai 24 @09:00 - 18:00