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Faustball – Einweihung mit Titel-Krimi

(mm) Mit einem würdigen Titel-Krimi zum Saisonfinale wurde am vergangenen Samstag das neue Vereinsheim der VfB-Faustballabteilung eingeweiht.

 Bei ständig wechselnden Licht- und Temperaturverhältnissen und schneidenden Windböen aus wirklich allen Richtungen waren die Mannschaften der Verbandsliga maximal gefordert. Der Sieg gegen Oberböhringen wurde buchstäblich vom Winde verweht, weil die Gäste durch ihren eigenen Trainingsplatz sturmerprobt sind und mit den Verhältnissen besser klar kamen. Nach 5:11 und 11:9 war der Wind auch das Zünglein an der Waage; der dritte Satz ging mit 14:15 an die Angereisten, der VfB sicherte sich durch einen Wechsel im Angriff mit 11:7 im vierten Satz noch ein Unentschieden und damit den sicheren dritten Platz mit Hoffnung auf den Aufstieg. Danach folgte die Partie, auf die alle gewartet hatten: der klare Titelfavorit vom TV Trichtingen gegen die Gastgeber in Rot – geschwächt durch den leider verhinderten David Ressel. Friedrichshafen setzte an diesem Tag mit André Meier den Angreifer der zweiten Mannschaft als Aufschläger ein. Alles sprach für einen kurzen, trockenen Sieg der Gäste in Grün. Doch die Gäste setzten sich selbst sehr unter Druck, die Angriffsmaschine aus Zuspieler Michael Pieper und Mario Müller funktionierte perfekt. Völlig überraschend demontierten die Männer vom VfB das Team aus Trichtingen im ersten Satz mit 11:6 unter dem Jubel der zahlreich erschienenen Gäste. Auch Bürgermeister Andreas Köster erwies sich als gut informierter Faustball-Kenner und fieberte und jubelte bei jedem Ball mit. In Satz zwei spielte der VfB gegen die Sonne und gegen den Wind. Trichtingen spielte taktisch klug und ohne Eigenfehler – mit 11:5 glichen sie die Partie wieder aus. Seitenwechsel. Nach diesem ersten Schlagabtausch nahm der Krimi vollends Fahrt auf: Bei einem 0:3-Rückstand sieht es so aus, als würden die Gäste komplett die Kontrolle übernehmen. Die Männer in Rot liegen kurz darauf 4:8 hinten. Doch Kapitän Fabian Schmidt und Müller peitschen das Team immer weiter an. Tobias Paul und Schmidt retten mit spektakulären Hechts harte, nahezu unhaltbare Angriffe des Gegners, Müller und Meier teilen aus und gemeinsam holt die Mannschaft auf. 8:8 – Ausgleich! Trotzdem geht der Satz mit 9:11 an den Favoriten. Doch auch das Hinspiel war ein Unentschieden – Friedrichshafen war bis zu diesem Augenblick die einzige Mannschaft, welche die Trichtinger nicht hatten besiegen können. Befeuert durch die Aufholjagd und die feiernden Zuschauer fliegen und kämpfen die Häfler um jeden Ball. Paul und Schmidt zerreißen sich in der Abwehr – und das müssen sie auch, um den Angriffen Stand zu halten. Meier spielt wie in der ersten Partie extrem stark und lässt zu keiner Zeit erahnen, dass er derzeit eigentlich zwei Ligen tiefer eingesetzt wird. Pieper stellt die Bälle mutig gegen den straffen Gegenwind an, Müller lässt die Abwehr des designierten Meisters wieder und wieder mit harten, platzierten Schlägen schlecht aussehen. Keine Mannschaft kann sich absetzen, das Publikum stöhnt und jubelt abwechselnd. Dann endlich: Satzball! 10:9 für den VfB. Trichtingen verteidigt, nach mehreren Angriffen punkten die Gäste – Verlängerung. Wieder Satzball Friedrichshafen, wieder der Ausgleich. Dann Matchball Trichtingen beim 11:12; wieder kann der VfB ausgleichen! Marius Storz, Angreifer des TV, riskiert in dieser Phase alles. Mit Rückenwind prügelt er zwei Aufschläge punktgenau auf die 28 Meter entfernte Grundlinie und verwandelt. Mit 12:14 gewinnt Trichtingen diesen spektakulären vierten Satz und überholt den VfB in der Tabelle. Die Ovationen des Publikums nahmen die Gastgeber gerne entgegen. Müller fasste seine Sicht zusammen: „Zu sehen, dass wir selbst ohne David so einer Mannschaft die Stirn bieten können, obwohl wir in dieser Konstellation um die fünfzig Jahre älter sind als die, das hat schon gut getan. Ein Wahnsinns-Match, für das ich jeden mühelosen Sieg jederzeit eintauschen würde. Der André hat in acht Sätzen zwei Fehler gemacht oder so, richtig stark! Und das vor dieser Kulisse – ein echtes Erlebnis. Danke an die Fans, die extra hergekommen sind und uns hinterher mit Lob überschüttet haben. Das war wirklich eine würdige Einweihung für das Heim, das meine Mitspieler hier mit Tausenden Stunden Eigenleistung hingestellt haben; die Hälfte davon allein mein Vater.“ Als Drittplatzierter hat der VfB bei einem Aufstieg von Hohenklingen in die 2. Bundesliga die Chance, mit aufzusteigen. Es spielten: Mario Müller, Tobias Paul, André Meier, Michael Pieper, Fabian Schmidt.

 

 
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